Programm

Die Magie des Berührens

Programm als Pdf

  


Mittwoch, 30. Mai



EINFÜHRUNGSSEMINARE von 10 bis 17 Uhr

1  Ruth KNAUP, Potsdam

2  Susanne POINTNER, Wien

Detailinformationen zu den Einführungsseminaren siehe unten!


19 Uhr 
Präsentation der Video-Installation
Künstlerkollektiv MORO "Berührung der Magie"

21 Uhr
VORTRAG Cem EKMEKCIOGLU, Wien
„Nur wer angefasst wird, kann auch gehalten werden" 


Donnerstag, 31. Mai


11.30 Uhr
BEGRÜSSUNG und ERÖFFNUNG

12.00 Uhr
ERÖFFNUNGSVORTRAG Giovanni MAIO, Freiburg
„Heilende Berührung im Zeitalter von Technik und Ökonomie“

15.00 Uhr
VORTRAG Martin GRUNWALD, Leipzig
„Körperkontakt - ein Lebensmittel. Erkenntnisse der Forschung“

17 Uhr
Arbeitsgruppen, 1. Einheit (Ende ca. 19 Uhr)
zeitgleich Vertiefende Gesprächsrunde

21.00 Uhr
GESPRÄCH: Joachim BAUER im Gespräch mit Franz KÖB
„Das Gedächtnis des Körpers“


Freitag, 1. Juni


9 Uhr
VORTRAG Susanne POINTNER, Wien
„Lockruf der Seele. Warum Gefühle wieder salonfähig sind“

11 Uhr
Arbeitsgruppen, 2. Einheit (Ende ca. 13 Uhr)
zeitgleich Vertiefende Gesprächsrunde

15 Uhr
VORTRAG Klaus & Karin GROSSMANN, Regensburg
„Das Gefüge der Gefühle. Die Entwicklung psychischer Sicherheit in feinfühligen Bindungen"

17 Uhr
Arbeitsgruppen, 3. Einheit (Ende ca. 19 Uhr)
zeitgleich Vertiefende Gesprächsrunde

21 Uhr
ABENDGESPRÄCHE 


Samstag, 2. Juni


9.30 Uhr 
VORTRAG Michael LEHOFER, Graz
„Mit mir sein. Selbstliebe als Basis für Begegnung“ 

14 Uhr
Arbeitsgruppen, 4. Einheit (Ende ca. 16 Uhr)
zeitgleich Vertiefende Gesprächsrunde

16.30 Uhr
ABSCHLUSSVORTRAG Hartmut ROSA, Jena
„Berühren und berührt werden. Warum wir auf Berge steigen und ins Museum gehen“

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EINFÜHRUNGSSEMINARE am Mittwoch, 30. Mai von 10 - 17 Uhr


ES 1: Der Körper als Berührungs-Resonanzraum" 
           Körperarbeit und Tanzimprovisation
Tanzimprovisation ermöglicht ganz eigene, persönliche Zugänge zu Bewegung, Kontakt und verschiedensten Formen des Sich-Berühren-Lassens.
In diesem Workshop entsteht ein Rahmen des achtsamen, lustvollen Hineinlauschens in den eigenen Körper als Resonanzraum. Durch Entspannung und sanfte Körperarbeit wird zunächst das „zuhause sein“ im Körper gefördert, die Wachheit, Präsenz und Selbstwahrnehmung.  Die Durchlässigkeit für physische Impulse und Emotionen wird geschult. Das schafft die Voraussetzung für einen neugierigen, respektvollen und spielerischen Kontakt mit der Welt: Einen Kontakt, in dem wirkliche Berührung stattfinden kann.
Mit kleinen Partnerübungen in wechselnden Konstellationen werden verschiedene Arten von Berührungsimpulsen erlebbar.
Die Arbeit beruht auf Methoden der gestaltorientierten Tanz- und Theatertherapie, Body-Mind-Centering sowie spielerischen Techniken des zeitgenössischen Tanzes und Tanztheaters. Dies ermöglicht eine Fülle von lebendigen und spannenden Begegnungen mit sich selbst und anderen. Es handelt sich um ein Praxisseminar, die Aufmerksamkeit gilt dem eigenen Erleben.
Bitte bewegungsfreundliche Kleidung mitbringen!
Leitung: Ruth KNAUP, Potsdam


ES 2„Sinnlichkeit, Erotik und Sexualität kultivieren –  
          Für uns selbst und/oder in der Paarbeziehung!“
Der Eros beeinflusst nicht nur unsere körperliche Verfassung und unseren Zugang zur Lust und Vitalkraft, sondern unsere Offenheit für Werte insgesamt. Kreativität, Lebensgestaltung, Engagement sind auch getragen von der Fähigkeit, sich berühren und erregen zu lassen, sowie die Bereitschaft zum Spiel und  zur Hingabe. Viele Menschen sind insgeheim beschäftigt mit dem Erleben einer unterdrückten, als mangelhaft erlebten oder subjektiv pervertierten Sexualität. Meist fällt es uns aber schwer, diese Themen in einer würdevollen und authentischen Form anzusprechen.
Im Workshop wollen wir versuchen, uns einem wertschätzenden und wahrhaftigen Umgang mit dem Thema Erotik und Sexualität anzunähern. Neben einem kurzen Überblick über somatische Prozesse soll der Schwerpunkt auf der Auseinandersetzung mit der eigenen Sinnlichkeit liegen.
Leitung: Susanne POINTNER, Wien


ARBEITSGRUPPEN

von Donnerstag bis Samstag (4 Einheiten à 2 Stunden)
Da alle Arbeitsgruppen zeitgleich stattfinden, können Sie sich nur zu einer Gruppe anmelden!!!


AG 1: 
Sivananda Yoga als Weg, mit sich und anderen in Berührung zu kommen
Der Sinn dessen, was wir mit Berührung meinen, erfüllt sich nur dann, wenn wir nicht nur mit dem, was wir berühren, sondern auch mit uns selbst in einen inneren Kontakt kommen. Was kann uns helfen, mit sich in guten Kontakt zu kommen, andere Menschen berühren und sich selbst berühren lassen zu können?
Sivananda Yoga ist eine integrale Yoga- und Meditationspraxis. Sivananda Yoga-Stunden bestehen neben Asanas (Körperübungen) aus Meditation, Mantren (meditatives Singen), Atemübungen und Entspannung. Sivananda Yoga ist ein ganzheitlicher Yoga-Stil, bei dem nicht nur das körperliche, sondern auch das geistige und seelische Leben und Erleben berücksichtigt wird. Yoga kann einen Beitrag leisten, sowohl mit sich selbst als auch mit anderen Menschen in Berührung zu kommen.
Für die Teilnahme sind keine Vorerfahrungen notwendig. 
Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Sitzkissen und Decke und, falls vorhanden, Yogamatte

"Verwende Deine ganze Aufmerksamkeit auf das, was Du im Augenblick machst. Gib Dein ganzes Herz und Deine Seele mit hinein. Erledige niemals eine Aufgabe nur halbherzig." (Swami Sivananda)

Leitung: Hedwig BAUER (Shanti Devi), Berlin

AG 2: 
Berührung durch Spiegelung, Resonanz und Sprache
Körperlich liebevoll berührt zu werden, ist vom ersten Lebenstag an eine unersetzliche, für das Überleben eines Menschen aber eine noch nicht hinreichende Erfahrung. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen brauchen, um sich entwickeln und um leben zu können, auch Formen nicht-körperlicher Berührung: zwischenmenschliche Spiegelung, soziale Resonanz und das an uns gerichtete Wort des anderen. Ohne diese nicht-körperlichen, symbolischen Formen des Berührt-Werdens kann sich im Kleinkind kein „Selbst“ bilden. Aber auch jenseits des Kleinkindalters brauchen Menschen Rückspiegelungen und Resonanzen. Symbolische Berührungen, die wir aus unserem sozialen Umfeld erhalten, sind keineswegs flüchtige Phänomene, sondern haben biologische Auswirkungen. Das menschliche Gehirn macht aus Psychologie Biologie, soziale Erfahrungen schlagen auf die biologischen Grundlagen unseres Körpers durch.
Univ.-Prof. Dr. med. Prof. Joachim Bauer berichtet aus seiner Erfahrung als Neurowissenschaftler, Arzt, Psychotherapeut und Buchautor („Das Gedächtnis des Körpers“, „Warum ich fühle was du fühlst“, „Selbststeuerung“) und gibt wertvolle Hinweise, was die Magie des Berührens vermag.
Leitung: Joachim BAUER, Berlin

AG 3:
Berühren und berührt sein mit Feldenkrais und Tanz

Wir sehnen uns nach Berührung und sind oftmals verunsichert, wenn sie geschieht. Um einen selbstverständlichen und angemessenen Umgang mit Berührung zu erlangen, müssen wir sie erleben.Berührung kann leicht und zart sein, ebenso aber mit Kraft geschehen, und spaßige Raufereien sind häufig dem Bedürfnis geschuldet, sich selbst und andere besser zu spüren.In diesem Workshop werden wir Berührung in ihren unterschiedlichsten Qualitäten auf spielerische, leichte und verantwortliche Weise erproben: Als Gruppe in Bewegung durch den Raum, in Partnerarbeit mit genauen Anleitungen auf der Matte oder mit spielerischen Elementen aus Tanz und Kontaktimprovisation. Bestandteil jeder Unterrichtseinheit wird eine klassische Feldenkrais-Lektion (ca. 50 Minuten) sein, die auf die Qualität der Partnerarbeit vorbereitet.
Bitte mitbringen: Gymnastikmatte, Bewegungskleidung und warme Socken
Leitung: Claus BÜHLER, Gießen   www.bewegungskunst.com

AG 4: 
Das Kontinuum-Konzept - Für einen bedürfnisorientierten, respektvollen und gleichwürdigen Umgang mit dem Kind
Es berührt uns, wenn wir uns mit unseren Bedürfnissen und Gefühlen gesehen und ernst genommen fühlen. Es öffnet unser Herz, ermöglicht Kooperation und Lösungen, die für alle stimmen. Auch Kinder erreichen wir, berühren wir, wenn wir sie ernst nehmen und hinter vermeintlich negativem Verhalten Bedürfnisse, Ängste und andere schwierige Gefühle sehen, annehmen und darauf eingehen können. Im Workshop hinterfragen wir gängige Erziehungsmuster und dahinter liegende Glaubenssätze. Wir erarbeiten uns im Rollenspiel und anhand von Fragestellungen sowie im Gespräch ein Verständnis für einen bedürfnisorientierten Umgang mit jungen Menschen.
Kinder sind von Geburt an soziale Wesen, die Teil der Gruppe sein wollen und sich kooperativ verhalten, wenn ihre Bedürfnisse erfüllt sind. Sie lernen durch Vorbilder und Nachahmung. In der Gruppe wird aufgezeigt, wie Sie zu mehr Vertrauen in Kinder, wie Sie von Erziehung zu Beziehung kommen können. Ausgewählte Themen sind: Bedürfnisse, Bindung und Erkundung, Selbstregulation, Autonomie, Respekt und natürliches Lernen.
Leitung: Carola EDER, Esternberg

AG 5:
Die Rolle von Bindung und Nähe in der menschlichen Entwicklung
Im Workshop werden drei grundlegende Themen der menschlichen Bindungsentwicklung dargestellt und anschaulich durch Videoausschnitte erläutert. Die erste Einheit befasst sich mit Unterschieden körperlicher Nähe und Feinfühligkeit sowie mit dem Ausdrucksverhalten von Kindern. Im zweiten Teil stellen wir die damit verbundene Neurobiologie dar. Im dritten Abschnitt widmen wir uns den Folgen sicherer und unsicherer Bindungsentwicklungen nach dem ersten Lebensjahr: Psychische Sicherheit und Unsicherheit, Offenheit versus Geschlossenheit gegenüber der äußeren Welt. Der vierte Teil ist für Vertiefung und Klärung offener Fragen vorbehalten.
Leitung: Klaus und Karin GROSSMANN, Regensburg

AG 6:
Gefühlte Berührung
Die Qualität einer Berührung ist entscheidend für ihre Wirkung!
Eine gefühlte Berührung ist eine Körperempfindung, die eine Wirkung hat. Sie ist konkret fühlbar, oft zart und kann durch unterschiedliche Art und Weise ausgelöst werden. Wir alle kennen vielleicht ein sich ausdehnendes, warmes Gefühl im Brustkorb durch den Anblick froher Kinder, eine liebevolle Begegnung, sanfte Berührung oder das erfolgreiche Gelingen eines Vorhabens. Was ging diesem Gefühl voraus? 
Interessierte Neugierde, innere Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen,  Akzeptanz und Beziehungsbereitschaft sind auslösend dafür. 
Mit der Hilfe des Körpers die eigene Präsenz im Hier und Jetzt, die wertschätzende Akzeptanz des Gegenübers und die liebevolle, achtsame Nähe im Miteinander erleben, schenkt  Berührung, gepaart mit Gefühl und ist  innerseelische Nahrung.
Inhalte:
•  Der „erspürende“ und „erfühlende“ Teil  in uns
•  Sich angenommen und aufgehoben fühlen - wohlwollend, vertrauend
•  Beziehung und Berührung - einfühlsamer körperlicher Dialog mit Fingerspitzengefühl  
Leitung: Annette KIEHAS, Weyregg

AG 7:
Tanz und Kontaktimprovisation als kreativer und therapeutischer Prozess
(Körperliche) Berührung ist ein Resonanzphänomen, das immer wechselseitig in beide Richtungen wirkt. Die zeitgenössische Tanzform Kontaktimprovisation macht sich dieses Wissen zu eigen, indem sie die festgelegten Rollen von Führen und Folgen vollständig auflöst. Was entsteht, ist eine lebendige Begegnung auf der Basis des Hineinlauschens in den Augenblick und dem Vertrauen in den Fluss der Bewegung.
In diesem kreativen Experimentier- und Entwicklungsfeld können wir uns darin üben, Kontakt und Intimität, aber auch gesunde Distanz und angemessenen Rückzug aktiv zu gestalten – und zu genießen.
So sind authentische Begegnungen und nährende Erfahrungen möglich, die die Spielfreude, Ausdrucksfähigkeit und Gestaltungskreativität anregen.
Mit achtsamkeitsfördernder Körperarbeit und Entspannungsübungen, Methoden aus Tanz- und Theatertherapie sowie aus dem zeitgenössischen Tanz wird in diesem Workshop ein kreativer, spielerischer, sicherer Erfahrungsraum geschaffen.
Bitte bewegungsfreundliche Kleidung mitbringen!
Leitung: Ruth KNAUP, Potsdam

AG 8:
Was wir liebevoll berühren, kann sich verändern
Qigong, Achtsamkeit und Kontakt
Unser Leben ist sinnvoll und erfüllend, wenn wir uns berühren lassen und wenn wir freundlichen und authentischen Kontakt haben, Kontakt zum eigenen Körper, zu unseren Gefühlen, zu den Kräften der Natur und zu anderen Menschen.
Im-Kontakt-Sein ist auch die Essenz von Meditation und Selbstverwirklichung, denn erst dann können wir gut für unser eigenes Wohlsein sorgen und befriedigende Beziehungen erleben. Wir können ein sinnvolles Leben führen und unsere Pläne und Wünsche verwirklichen.
In diesem Seminar werden wir diesem wichtigen Thema mit Hilfe von Qi Gong, Meditationen, Gesprächen und Partnerübungen nachspüren.
Menschen, die den Wunsch haben, den Kontakt zu sich selbst, der Welt und den Menschen zu vertiefen, sind eingeladen zu kommen.
Die Teilnehmer werden eine Qi Gong-Form (das Qi Gong der 3 Schätze) erlernen, die ihnen hilft, das Gelernte zuhause zu erinnern und weiter zu praktizieren. Es wird schriftliches Unterrichtsmaterial geben.
Leitung: Ralf ROUSSEAU, Saarbrücken   www.ralfrousseau.de

AG 9:
Dance for rEVOLution!
Biodanza - die Kraft der zärtlichen Berührung
"Die vielleicht einzig sinnvolle Revolution besteht darin, allen Menschen von der Kindheit bis ins hohe Alter das Erleben von Zärtlichkeit zu ermöglichen." (Rolando Toro, Begründer von Biodanza)
Kontakt und Zärtlichkeit sind Grundbedürfnisse des Menschen - nicht nur im Kindesalter. Wir erleben einerseits ein starkes Verlangen danach, berührt zu werden, andererseits sind wir dabei kulturell oft eingeengt und beschränken uns im Erwachsenenalter häufig auf "symbolische Gelegenheiten", um zu berühren.
In diesem Biodanza-Seminar erforschen wir tanzend verschiedene Aspekte von Berührung und Berührt-Sein: Das bewusste Erleben des eigenen Körpers im Tanz sensibilisiert unsere Selbstwahrnehmung und wir entwickeln ein Verständnis für unsere persönliche Körpersymbolik. Wir erfahren uns selbst als berührbar.
Berührung ist auch immer Ausdruck mitmenschlicher Beziehung. In Tänzen der Begegnung im Paar und in der Gruppe erleben wir sie als wichtiges nonverbales Kommunikationsmittel. Wir nehmen unsere eigenen sowie die Grenzen unseres Gegenübers wahr, die eigene Identität sowie die Verbundenheit mit anderen wird spürbar.
Leitung: Maria SCHWAIGHOFER, Salzburg

AG 10:
Der innere Narr - berührt, bewegt, begeistert!
Wo sich Humor und Herz berühren
In der Auseinandersetzung mit dem inneren Narren, dem eigenen Clown, lassen wir uns berühren von Emotionen, Situationen und Begegnungen. Weil sich der Clown von seiner Intuition und kindlichen Neugier leiten lässt, kommen wir als Clown-SpielerInnen in Kontakt mit uns selbst, unserer eigenen Verletzlichkeit und Lächerlichkeit.
Doch der Clown verwandelt diese vermeintliche Schwäche in Stärke. Er kann darüber lachen und hat seinen Spaß daran, das eigene Scheitern auf die Bühne zu bringen.
In spielerisch-lustvollen Übungen kommen wir diesem Clown auf die Spur und erleben die heilsame Kraft von Authentizität und Humor. Körperarbeit, sensible Selbstwahrnehmung und tatsächliche Berührung hilft uns auf dieser Suche und schafft eine Verbindung zwischen Körper und Herz - dort wo der Clown zuhause ist!
Leitung: Ursula SCHWARZ und Nayana BHAT, Salzburg

AG 11: 
Shiatsu berührt - Körper und Seele
„Leben ist andauerndes Ringen um Gleichgewicht; jedes Lebewesen stellt sich in Form und Haltung darauf ein.“   www.shiatsu.at
Shiatsu (jap. „Fingerdruck“) ist eine in der chinesischen Medizin begründete und in Japan weiterentwickelte Form der Körpertherapie. Es stellt in seinen Ursprüngen eine Arbeit an den Meridianen (Energielinien) der Klienten dar und soll Chi (Energie) in Bewegung setzen.
Shiatsu Praktiker haben erlernt, das leibhaftige Wesen im Bewusstsein seiner Umwelt und im persönlichen Wandel des Lebens zu betrachten und zu behandeln. Sie können Asymmetrien bzw. auf physische und psychische Dauerbelastungen hindeutende Stress- und Schwächezustände im Körper des Klienten feststellen, eine Auflösung dieser Zustände anstreben und Alternativen anbieten. In der Wirkung auf das Nervensystem und somit auf das Selbstheilungspotential der Zellen liegt der Hauptunterschied zu anderen Behandlungsformen. 
Der Workshop bietet erste Einblicke und praktische Einsichten.
Leitung: Gerald WINDISCH, Innsbruck

AG 12: 
Flow - der magische Moment
Flow ist ein Zustand „ ... that people report when they are completely involved in something to the point of forgetting time, fatigue, and everything else but the activity itself” (Csikszentmihalyi, 1992).
»Berührung« ist ein immanentes, konstituierendes Merkmal von Flow-Zuständen und zeigt sich z.B. in der (notwendigen) Bereitschaft, mit etwas in Verbindung zu treten, sich auf etwas einzulassen und sich dadurch empfänglich für Flow-Zustände zu machen. Berührung kann hier verstanden werden im Sinne eines veränderten Kontaktes, einer veränderten Beziehung zu sich selbst und der Umwelt und geht einher mit veränderten Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsprozessen, die Voraussetzung und Folge dieses Erlebens sind.
In dem Seminar wird – neben anderen Übungen – gemeinsam in der Gruppe gesungen und mittels ausgewählter sängerisch-musikalischer Übungen erprobt, inwiefern es möglich ist, sich für diesen Zustand »anfällig« zu machen. Die Teilnehmer lernen innere und äußere Bedingungen kennen, die sich als flow-förderlich bzw. flow-hemmend erwiesen haben. Im Wechsel mit praktischen Übungen werden theoretische Hintergrundinformationen wie z.B. psychologische Erklärungsmodelle und aktuelle Flow-Theorien vorgestellt und diskutiert.
Leitung: Magdalena ZABANOFF, Berlin