KINO

„Heidenlöcher“ (Wolfram Paulus; A/D1985, 100 min, DVD)

Beginn:

Freitag, 27.03.2015 | 19:00

KINO

 

Während des 2. Weltkrieges hält sich ein Deserteur in Großarl versteckt …

Dass die Nationalsozialisten ihre Macht bis in die hintersten Bergtäler ausdehnte, zeigt der Salzburger Regisseur Wolfram Paulus mit seinem Spielfilmdebut in knappen Schwarzweißbildern von hoher Eindringlichkeit.

 

Wolfram Paulus, der aus dem Großarier Tal kommt, wo seine Eltern fast 40 Jahre lang Lehrer waren, kehrte mit seinem Film „Heidenlöcher“ in dieses Tal zurück. Der Film handelt von einem Deserteur, der Santner heißt und den es mit diesem Namen während der Nazizeit tatsächlich in Großarl gab. Der echte Santner war ein politisch engagierter Mensch gewesen, seit den dreißiger Jahren der einzige Kommunist im Tal, und hielt sich in den Bergen versteckt.

Der Neigung der Heimatfilmer zur starken Stilisierung folgend, verwandelt Paulus den Santner im Film in einen kinomythischen mountain man, in einen an verzweifelte und todgeweihte Westernhelden erinnernden outcast, der hoch am schneebedeckten Berghang in einer Felshöhle haust. Daher der Filmtitel – „Heidenlöcher“ heißen bei den Großariern die Höhlen in den Wänden der engen Schlucht am Ende des Tals. (Die Zeit, 28.11.1986)

 

„Heidenlöcher“ setzt den Schlusspunkt unter die aktuelle Ausstellung „Was damals Recht war …“. Der Regisseur ist anwesend und wird über seine damaligen Beweggründe und Publikumsreaktionen berichten.

 

Genre:

Kultur

Eintritt:

 frei!