AUSSTELLUNG - Eröffnung

Erich Gruber „Ende der Vorstellung“

Beginn:

Freitag, 02.10.2015 | 19:00

Ende:

bis Freitag, 30.10.2015 | 18:00

AUSSTELLUNG - Eröffnung

www.erichgruber.at Seelfried, 2013, Farbstift, Tusche auf Holz, 160 x 128 cm

Bleistift, Farbstift, Tusche, Pinsel und Papier, manchmal auch Leinwand und Holz als Bildgrund – diese klassischen Arbeitsmaterialien genügen Erich Gruber für seine aktuelle künstlerische Tätigkeit. Er, der sich jahrelang mit den Ausformungen und Bildern unserer religiösen katholischen Rituale auseinandersetzte, der kirchliche Frömmelei und Obrigkeits­hörigkeit bloßlegte (man schaue sich nur seine Wandarbeit „Betweiber“ in der Bezirkshauptmannschaft St. Johann an), beschäftigt sich seit einigen Jahren sehr intensiv mit der Landschaft und dem Tier.
Erich Gruber ist als Künstler kein Zeichner, der Naturstudien betreibt und auf bravouröse realistische Wiedergabe setzt. Skizzen von Landschaften und Tieren dienen ihm als Ausgangs­punkt, als Startrampe, um dann, in der Abge­schie­denheit des Ateliers, seine Bilder „auf die Welt“ zu bringen. Letztendlich sind diese Arbeiten Ausdruck seiner Zeichenlust, aber sie spiegeln auch existenzielle Fragen wider, wie es im Aus­stellungstitel „Ende der Vorstellung“ durchklingt. Tier sein heißt in Landschaften leben und sterben müssen – ein Natur­gesetz, dem auch wir Menschen unterliegen.  (Heinz Kaiser)

Wie um die Erdung ja nicht zu verlieren, widmet sich Erich Gruber konsequent dem Zeichnen. Das Museum „Haus der Natur“ ist für ihn der ideale Platz, wo er findet, was er sucht. Er geht bewusst nicht hinaus in die „freie Natur“, sondern geht dorthin, wo Natur gleichsam aus zweiter Hand geboten wird. Die wie in Bewegung erstarrten, präparierten Tiere interessieren ihn, also die Art, wie hier  Natur inszeniert wird. Auch im Fall der Zeichnung arbeitet Erich Gruber nicht gedanklich unbeschwert drauf los, vielmehr verstrickt er den Betrachter auch hier in ein Nachdenken über Täuschung und Echtheit und über Manipulation.
(Werner Thuswaldner)

Anton Gugg (Kulturabteilung Stadt Salzburg) spricht anlässlich der Eröffnung der Ausstellung zur Arbeit von Erich Gruber.

Freitag, 30. Oktober, 19 Uhr – Finissage 
Hubert Kellerer, Akkordeonist der Klezmer Connection, spielt Klezmermusik: wunderschöne Melodien und leidenschaftliche Rhythmen, die das Leben und den Tod, die Liebe und andere Leidenschaften beschreiben, von still bis exstatisch.

 

Erich Gruber
1971 geboren,  lebt und arbeitet in Salzburg; 
1995–2001      Hochschule Mozarteum Salzburg
2002–08          Atelier des Landes Salzburg

Einzelausstellungen
2014 Schwerkraftkammer, Galerie Heike Curtze/Petra Seiser, Wien
2012 Flugversuche, Galerie Heike Curtze, Salzburg
         Landjäger, Galerie Heike Curtze, Wien
2011 Land in Sicht, Galerie Eboran, Salzburg
2009 Atemlos, Österreichisches Kulturforum Warschau
2008 SHOW, Galerie der Stadt Salzburg im Mirabellgarten
2006 Seifenrauch, Galerie ProArte, Hallein

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
2015 art austria, Galerie Heike Curtze und Petra Seiser, Wien
2014 Auszeit, kunstraum pro arte, Hallein
         I wish I had a River, Harlan Levey Projects, Brüssel
         Operation Goldhaube, Monatsschlössl, Salzburg Museum
2013 Younger than Yesterday, MdM Rupertinum, Salzburg
         Meerstern.Jungfrau.Gottesmutter, Kreuzschwestern Linz
         Salon Zeichnung, Stadtgalerie Salzburg 
         Für die Fülle, Jahresausstellung, Salzburger Kunstverein
2012 NY Art Book Fair, MoMA PS1, NY
         Salon für Kunstbuch, 21er Haus, Wien
2011 Ältere Modelle/Wilde Hunde, mit Martin Gredler,
          Galerien der Stadt Salzburg, Mirabellgarten, Salzburg
          Froschbärfant und andere Tiere in der Kunst, Galerie im Traklhaus, Salzburg
          Gestalt und Wesen, mit Martin Gredler, Haus der Natur, Salzburg

„Ende der Vorstellung": bis 30. Oktober (Fr, Sa, So 15 – 18 Uhr sowie nach telefonischer Anmeldung)

Genre:

Kultur

Eintritt:

Freier Eintritt