AUSSTELLUNG<br>"LEBENS(UN)WERT" - zur NS-Euthanasie im Bundesland Salzburg

Während der NS-Herrschaft fielen über 400 psychisch kranke und behinderte Salzburger und Salzburgerinnen der Mordaktion zum Opfer, die von den Nationalsozialisten zynischerweise als „Euthanasie“

Beginn:

Donnerstag, 22.02.2007 | 19:00

Ende:

bis Sonntag, 01.04.2007 | 18:00

AUSSTELLUNG<br>"LEBENS(UN)WERT" - zur NS-Euthanasie im Bundesland Salzburg

„Lebens(un)wert“ möchte den getöteten Salzburgern symbolisch ihre Lebensgeschichte, ihr Gesicht und ihren Platz in unserer Mitte zurückgeben. Der Tod dieser Menschen, die Opfer der „Rassenhygiene“ des NS-Regimes wurden, war und ist ein Verlust, nicht nur für die Angehörigen, sondern für unsere Gesellschaft insgesamt. Ihr Leben wäre lebenswert gewesen. Letztendlich darf das Thema NS-Euthanasie nicht tabuisiert werden.

 

In der Ausstellung werden konkrete Einzelschicksale näher beschrieben. Theresia Karas zum Beispiel erkrankte mit zwei Jahren an Kinderlähmung. Die Volksschule in Gnigl besuchte das Mädchen bis zur dritten Klasse. Während eines Erholungsaufenthaltes wurde Theresia völlig unerwartet nach Hartheim (OÖ) verlegt. Von dort erhielten ihre Eltern die Nachricht, dass das Mädchen an Blutvergiftung gestorben sei.

Theresia Karas ist ein tragisches Beispiel dafür, wie ein Mensch aufgrund eines körperlichen Gebrechens oder einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der NS-Zeit unter dem Stichwort „Euthanasieprogramm“ vernichtet wurde.

 

„Lebens(un)wert“ wurde Ende 2006 im Keltenmuseum Hallein mit großem Publikumszuspruch gezeigt: mehr als 4000 Besucher konnten verzeichnet werden.

 

„Lebens(un)wert“ ist eine Initiative der Laube GmbH und wurde organisiert von Alois Autischer-E.-Norman (Gesamtleitung), Brigitte Buchacher (Öffentlichkeitsarbeit), Fritz Pürstinger (Design und Grafik) und Walter Reschreiter (Idee und Inhalt).

 

 

Ausstellungsdauer: bis 1. April 2007

Montag bis Freitag 12 - 16 Uhr,

Samstag, Sonntag 14 - 18 Uhr

 

 

Führungen für Schulklassen:

Anmeldung unter 06415 8234-0

 

Informationsnachmittag für Lehrpersonen:

Freitag, 23. Februar, 15-17 Uhr

 

 

 

Genre:

Kultur