ZEIT.GESPRÄCH

Ilija Trojanow im Gespräch mit Michael Kerbler
„Warum ich mich auf den Weg mache …“ Über die Motive des Gehens

Beginn:

Samstag, 23.01.2016 | 19:00

ZEIT.GESPRÄCH

Foto: Thomas Dorn

Wandern, gehen, flanieren, spazieren, flüchten, … Im Gespräch mit Ilija Trojanow geht (sic!) Michael Kerbler den unterschiedlichsten Formen der Fortbewegung und den verschiedenen Wahrnehmungsräumen nach, die sich durch die gewählte Fortbewegungsart auftun. Wie verändert die Geh­geschwin­digkeit unsere Fähigkeit, die Umgebung wahrzunehmen. Was macht das Gehen mit jenen, die sich aufgemacht haben, auf dem Jakobsweg Santiago de Compostela zu erreichen. Oder die sich auf der Haddsch, der Pilgerfahrt nach Mekka, befinden. Welche Beziehung zum Gehen hat ein Flüchtling, der einige tausend Kilometer zu Fuß zurücklegen musste, egal ob es regnete, ob es heiß oder bitterkalt war und gefährlichen Situationen ausgesetzt war. Können wir nachempfinden, wie ein blinder Mensch das Gehen empfindet. Und: macht es einen Unterschied, ob ich – als Fußgänger – ein Ziel ansteuere oder einfach bloß durch die Stadt flaniere.

Warum erfreut sich das Gehen steigender Beliebtheit? Und damit sind nicht nur das Bergwandern oder die Pilgerwanderung, sondern auch das Zu-Fuß-Gehen in der Stadt gemeint. Hat das damit zu tun, dass sich durch Gehen unser Zeitempfinden verändert. Die gefühlte Zeit uns „entschleunigt“. Wir leichter zu uns selbst finden können. Ein Gespräch mit vielen Facetten und Perspektiven, geführt von zwei Menschen, denen das Gehen wichtig ist.

lija Trojanow, 1965 in Sofia geboren, war sechs Jahre alt, als seine Familie mit ihm aus Bulgarien nach Deutschland flüchtete. Er  ist ein mehrfach ausgezeichneter deutscher Schriftsteller, (aktuelles Buch „Macht und Widerstand“), Übersetzer und Verleger. (http://trojanow.de)

Im Anschluss an das Gespräch Diskussion mit dem Gast.

Genre:

Kultur

Eintritt:

9
7 (Mitglieder, Ö1)
 (Jugend unter 18)