ZEIT.GESPRÄCH

- Elia Bragagna im Gespräch mit Michael Kerbler
„Schamlose Gesellschaft – überbewerteter Sex“

Beginn:

Sonntag, 14.02.2016 | 19:00

ZEIT.GESPRÄCH

Foto (Ausschnitt) Ricardo Herrgott

Während auf der einen Seite die Pornofizierung der Gesell­schaft um sich greift, ob in der Werbung, Musikvideos oder in der Mode, macht sich – nicht nur in Langzeitpart­ner­schaften – Langeweile in Europas Schlafzimmern breit. Die Ankündi­gung vom „Viagra für Frauen“ sorgte für Schlagzeilen. Jedoch: während Viagra beim Mann Erektionsschwächen beseitigen hilft, soll die gepriesene Pille für die Frau deren Lustpegel heben. 

Was läuft falsch auf der Beziehungsebene? Besteht zwischen der Hypersexualisierung der Gesellschaft, dem nachlassenden Begehren und der steigenden Zahl sexueller Störungen ein Zusammenhang? Oder ist die Antwort ganz einfach: die Bedeu­tung der Sexualität in Paarbeziehungen wird überbewertet und andere Aspekte sind für eine erfüllende Partnerschaft bedeutender als die erreichte Sexfrequenz.  

Im Gespräch mit der Sexual- und Psychotherapeutin werden einerseits Gefahrenquellen für ein erfülltes Liebesleben benannt. Andererseits soll die partnerschaftliche Beziehung ganzheitlich gesehen werden, um das gegenseitige Begehren jenseits der sexuellen Dimension zu stärken.

Elia Bragagna: Studium der Medizin, Diplom für Psycho­soma­tische Medizin, Ärztin für Ganzheitsmedizin; Sexualtherapie­ausbildung in Hamburg; seit 2007 Präsidentin der Österr. Gesellschaft für Sexualmedizin. Buch: „Das Sexwissen für Frauen – weiblich, sinnlich, lustvoll“ (2010).   

Im Anschluss an das Gespräch Diskussion mit dem Gast.

Genre:

Kultur

Eintritt:

9
7 (Mitglieder, Ö1)
5 (Jugend unter 18)