KINO

„Oh Boy“
Jan-Ole Gerster; D 2013, 83 min

Beginn:

Samstag, 21.05.2016 | 20:00

KINO

„Oh Boy“ ist eine Tragikomödie mit hervorragender Besetzung (Tom Schilling) über einen jungen Mann namens Niko, der in Berlin in den Tag hinein lebt.
In eindringlicher Schwarz-Weiß-Ästhetik wechselt dieses selbstironische Porträt zwischen Melancholie und Humor und zeigt die Suche von Niko nach seinem Platz in der Welt, in der eigentlich alles möglich ist.

Niko ist ein bisschen verloren in seinem Leben und lässt sich treiben. Sein Jurastudium hat er bereits vor zwei Jahren abgebrochen, seine Freundin hat er verlassen und an diesem Tag ist er auch nur auf der Suche nach einer gewöhnlichen Tasse Kaffee. Diese Suche führt ihn auf einen Streifzug durch Berlin. 

Es folgen 24 Stunden, reich an verschiedenen Stimmungen und komischen Ereignissen. Wie ein Zuschauer seiner eigenen Welt scheint Niko wehrlos von einer Situation in die nächste zu geraten. Tragik, Komik und Obskures wechseln sich ab, doch der Antiheld scheint sich in diesem eigenwilligen Berlin doch auf sehr spezielle Weise zurechtzufinden. 

„Oh Boy“ wurde von Publikum und Kritik begeistert aufgenommen und vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2013 mit dem Deutschen Filmpreis in sechs Kategorien sowie dem Europäischen Filmpreis.


Pressestimmen

Ein Glücksfall für das deutsche Kino! In „Oh Boy“ driftet ein junger Mann durch Berlin. Wer jetzt noch mehr Hauptstadt-Hype oder noch ein Prekariatsporträt fürchtet, liegt falsch. Schon allein das glänzende Spiel von Tom Schilling verleiht dem Film Format – und Haltung. 

… Berlin-Film, Generationenporträt, Debüt: Viele Label bieten sich für Jan Ole Gersters erste Kinoarbeit an, aber keines passt. Sein Tonfall ist so fein und präzise, dass er nichts von einem polternden Erstling oder gewichtigen Generationenpanorama hat. Und die schwarzweißen Bilder, die Philipp Kirsamers Kamera von Berlin einfängt, sind im Zusammenspiel mit dem jazzigen Soundtrack so weit entfernt von den üblichen Hauptstadtaufnahmen, dass die Assoziationen eher Paris und New York – oder Nouvelle Vague und Woody Allen – als junger deutscher Film sind. (Spiegel)

Ohne Weg kein Ziel: Jan Ole Gersters wunderbarer Fiwlm „Oh Boy“ zeigt Berlin als Metropole, in der sich eine ganze Generation in der Melancholie der Bohème verliert.

… Atmosphärisch erinnert „Oh Boy“ an die romantisierte Melan­cholie von Jim Jarmuschs „Coffee and Cigarettes“. Als Hommage an den Woody Allen der Stadtneurotiker-Ära kann man jene Episoden lesen, die Skurriles und karikaturartige Figuren vorführen. (Süddeutsche)

Genre:

Kultur

Eintritt:

7
6 (Mitglieder, Ö1)
5 (Jugend unter 18)