ZEIT.GESPRÄCH

Thomas Wizany im Gespräch mit Michael Kerbler
„Was darf Karikatur?“

Beginn:

Sonntag, 10.04.2016 | 19:00

ZEIT.GESPRÄCH

Foto: Robert Ratzer

Ist die Feder tatsächlich schärfer als das Schwert? Die Feder des Karikaturisten nämlich. Was darf der Bleistift in der Hand eines Karikaturisten bloßstellen? Welcher Zustand darf wirklich seziert werden, welche Fehlleistung sichtbar gemacht werden? Und: gibt es sie überhaupt, die wohlwollende Karikatur? 
Oder darf, ja muss Karikatur verletzend sein, weil sie sonst wirkungslos bliebe? Was ist Tabu? 

Die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ brachte zum Jahrestag des Anschlags, dem zwölf Menschen zum Opfer fielen, einen mordenden Gott auf der Titelseite. Ist dies ein Tabubruch, einfach nur geschmacklos oder eine erlaubte Provokation, die durch das Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt ist, weil Satire eine Kunstform der Übertreibung, Verspottung und Kritik an gesellschaftlichen Normen und Personen ist, die durch die Freiheit der Kunst bzw. Pressefreiheit geschützt wird. 

Hat der Terroranschlag auf die Pariser Redaktion von „Charlie Hebdo“ im Jänner 2015 den Arbeitsalltag von Thomas Wizany, Karikaturist der Salzburger Nachrichten, verändert? Nimmt er eine Haltungsänderung unter Kollegen wahr? Sind bestimmte Themen aus der Wahr­nehmung europäischer Karikaturisten verschwunden: aus Selbstschutz, aus Angst?

Im Anschluss an das Gespräch Diskussion mit dem Gast.

Genre:

Kultur

Eintritt:

9
7 (Mitglieder, Ö1)
5 (Jugend unter 18)