LESUNG - Finissage

Franzobel & Maxi Blaha
„Best off“

Beginn:

Sonntag, 21.08.2016 | 20:00

LESUNG - Finissage

Ausschnitte aus Franzobels Komödien, Österreichtexten, Gedichten und Romanen, vorgetragen von ihm und Maxi Blaha – eine schräg-skurrile Sommer­nacht, die die Aus­stellung „Er war's!“ der Karikaturisten Thomas Wizany und Michael Pammes­berger beschließt. 

Franzobel (*1967) ist „einer der populärsten und polarisierendsten österreichischen Schriftsteller“ (Zsolnay Verlag), er schreibt Romane, Gedichte, Theaterstücke, Hörspiele und Kinder­bücher und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: u.a. 1995 Ingeborg-Bachmann-Preis, 2000 Bert-Brecht-Medaille, 2002 Arthur-Schnitzler-Preis und 2005 Nestroy-Preis für das Stück „Hunt oder der totale Februar“. 2008 war er Inselschreiber auf Sylt, 2012 Residenzschreiber in Sarajewo und 2015 Stadt­schreiber in Split. 

1998 wurde ihm der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen, den u.a. Ernst Jandl, Gerhard Polt und 2016 Wolf Haas erhielten. Ein Preis, der an Autoren vergeben wird, „deren Werk auf hohem künstlerischen Niveau von Komik und Groteske geprägt ist“.  Die Neue Zürcher Zeitung schrieb 1998, was heute noch gilt: „Er klopft die Wörter ab auf möglichen Doppelsinn, Unsinn oder Kalauerhaltigkeit, stellt sie eulenspiegelhaft auf den Kopf und setzt sie zu Sätzen und Satzfolgen zusammen, die subtilen Wahnsinn offenbaren.“

Wendelin Schmidt-Dengler schrieb 2009 in seinem Franzobel-Porträt mit dem Titel „Ich bin meine eigene Inflation“ zu dessen ausufernden, in mehr als 20 Sprachen übersetzten Produktion: „Diese nie versiegende Produktion hat den Verdacht der Kritik geweckt. Abgesehen davon, dass man es ihr nie recht machen kann, ist es in diesem Fall nicht angebracht, dem Autor seine stupende literarische Produktivität vorzuwerfen: Im Gegenteil – er hat damit eben diesen Markt ad absurdum geführt, der immer Neues vom Autor verlangt, er hat die Praktiken der schonungslosen Vermarktung erfolgreich parodiert und stellt somit, literatursoziologisch betrachtet, ein Novum dar.“ 

EIn Auszug aus den letzten Jahren:

2012: „Was die Männer so treiben, wenn die Frauen im Badezimmer sind“

2013: „Yedermann. Oder der Tod steht ihm gut“, „Steak für alle. Der neue Fleischtourismus“, „Adpfent. Ein Kindlein brennt“

2014: „Wiener Wunder“  (Kriminalroman), „Bad Hall Blues“, „Othello, Ein Schlechter in Hernals“ (Theaterstück)

2015: „Groschens Grab“ (Kriminalroman), „Der kleine Pirat“ (Kinderbuch) 

Maxi Blaha (*1972) war in den 90ern Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, hatte Engagements in diversen Landes­theatern in Österreich und Deutschland und spielte in Kino­filmen mit (u.a. in „Bad Fucking"). 

Nach dem großen Erfolg und weltweiten Gastspielen ihres Theatersolos „Feuerseele“ über Bertha von Suttner, mit dem sie auch in Goldegg zu erleben war, widmet sich Maxi Blaha 2016 zwei österreichischen Ausnahme-Autorinnen. „Es gibt mich nur im Spiegelbild“ ist ein szenisches Doppelportrait über Ingeborg Bachmann (*1926) und Elfriede Jelinek (*1946). Die Uraufführung findet im Rahmen der 40. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt (Bachmann-Preis) statt.

Eintritt frei!  

 

Genre:

Kultur

Eintritt: