KONZERT

Salzburger Bachgesellschaft
„Schuberts Sommerreise“

Beginn:

Freitag, 14.10.2016 | 20:00

KONZERT

Michaela Girardi (Violine)
Wolfgang Brunner (Klavier) und 
Vokalsolisten der Universität Mozarteum
Leitung: Albert Hartinger

Der Sommer 1825 war vermutlich die glücklichste Zeit im Leben von Franz Schubert (1797-1828), als er mit einem seiner Musikerfreunde, dem Hofopernsänger Michael Vogl, seine einzige größere Reise unternahm. Sie führte ihn von Steyr über das Salzkammergut und die Stadt Salzburg in das Gasteiner Tal. Schubert teilte seinem Freund Eduard von Bauernfeld mit, dass er auf dieser Reise Gegenden gesehen habe, die die „kühnste Fantasie überflügeln“. Beeindruckt schilderte er in Briefen das Erlebnis der Bergwelt und der Natur. Offenbar davon inspiriert, komponierte Schubert in Gastein auch viel: vermutlich arbeitete er an der Großen Symphonie in C-Dur („Gmunden-Gasteiner Sinfonie“), es entstanden eine Klaviersonate (D 850) und mehrere Lieder. 

Die Stimmung ist heiter, die „Winterreise“ scheint weit weg zu sein. Aus seiner Musik sprechen die Eindrücke von grandioser Landschaft, überwältigender Natur und „allmächtiger“ Schöpfung. „Schuberts Tempel war die Berglandschaft“, schrieb der britische Musikautor Richard Capell im Schubert-Jahr 1928 in seiner Analyse der in Gastein entstandenen Lieder.

Zu hören sind an diesem Abend u.a. jene Lieder, die Franz Schubert auf seiner Reise komponiert bzw. aufgeführt hat, sowie Lieder von den Zeitgenossen Ignaz Aßmayer und Sigismund Ritter von Neukomm.

Die Geigerin Michaela Girardi, in Bischofshofen aufgewachsen, erhielt ihre musikalische Ausbildung am Mozarteum, an der Indiana University (USA) und der Musikhochschule Lübeck. Seit ihrem ersten Solo-Auftritt im Alter von 11 Jahren mit dem Salzburger Sinfonieorchester konzertiert sie regelmäßig mit verschiedenen Orchestern. Als Kammermusikerin spielte sie in der Berliner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus, der Salzburger Mozartwoche, dem Carinthischen Sommer, mit Martin Grubinger, Per Rundberg, Lukas Hagen und anderen. Seit 2008 ist sie Konzertmeisterin der Camerata Salzburg, seit 2012 leitet sie eine Konzertfachklasse für Violine am Mozarteum Salzburg.

In Goldegg begeisterte sie das letzte Mal im Mai 2016 mit Janna Polyzoides und dem Programm „Komponistinnen“, das der ORF aufnahm und am Samstag, 24. September (ab 15.05 Uhr auf Ö1, in „Apropos Musik“) sendet.

Wolfgang Brunner unterrichtet seit 1985 historische Tasten­instrumente, Generalbass, Klavier, Klavierimprovisation und -didaktik am Mozarteum. 1991 gründete er das Ensemble „Salzburger Hofmusik“, das sich hauptsächlich mit Musik des 17.-19. Jahrhunderts auf Originalinstrumenten beschäftigt, wobei die Musik des Salzburger Hofes einen Schwerpunkt im Repertoire einnimmt. Auch er ist in Goldegg nicht unbekannt: unter anderem war er mit Heidi Schauer (Hackbrett) zu erleben.

Genre:

Kultur

Eintritt:

18
16 (Mitglieder, Ö1)
9 (Jugend unter 18)