AUSSTELLUNG - Eröffnung

Anton Petz „Zwischenstation“ eine temporäre Intervention

Beginn:

Samstag, 14.07.2018 | 19:00

Ende:

bis Sonntag, 12.08.2018 | 18:00

AUSSTELLUNG - Eröffnung

„Am Mittelmeer“ (Öl auf Leinwand, 2009, 150x160 cm) mit Transportkiste (© Anton Petz)

„Heimaten“, das Jahresthema des Kulturvereins SCHLOSS GOLDEGG, ist der Ausgangspunkt für diese Ausstellung von Anton Petz, der sich seit Jahren mit dem Thema des Flüchtens, der Migration und den damit verbundenen Menschen­bewegungen auseinandersetzt.

„Zwischenstation“, der Titel der Ausstellung, meint einerseits die prekäre Perspektive der Migranten, andererseits die Reaktion des Künstlers Anton Petz auf die aktuelle Wandmalerei von Stephen Mathewson „What the Hell is my Hoamatland?“. Die großformatigen Ölbilder von Petz hängen nicht an den Wänden, sondern lehnen an ihren Transportkisten, im Sinne einer Zwischenstation im Hofstall.

„Ein Panoptikum der Macht und Ohnmacht“, so der Untertitel eines Textes von Heinz Schütz zu den Arbeiten von Petz, bringt die inhaltliche und formale Ausrichtung seiner grell-bunten Bilderwelt – „Es fasziniert mich, Farben in ein Extrem zu treiben, indem ich zum Beispiel ein Lila neben ein Zitronengelb setze.“ – auf den Punkt. 

Und wie politisch ist seine Kunst? Petz: „Kunst hat ja schon immer gesellschaftliche Situationen reflektiert, selbst die Flucht ins Private, wie etwa im Biedermeier, spiegelte ja auch nur die Machtlosigkeit der Bürger zu Zeiten Metternichs. Wenn wir die Demokratie ernst nehmen, sollten sich ja alle am gesellschaftlichen Leben beteiligen und dieses dadurch mitgestalten, also auch die Künstler. Natürlich werden Menschen, die meine Bilder betrachten, dazu angeregt, über gewisse politische Zusammenhänge nachzudenken.

1962 in Graz geboren, lebt Anton Petz seit Jahrzehnten in München. Er studierte 1981-87 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und hatte dort von 1993-1997 eine Gastprofessur inne.
Seit mehr als zehn Jahren gibt er regelmäßig Kurse an der Malakademie Schloss Goldegg.

Anlässlich der Eröffnung spricht Bodo Hell.

Bodo Hell, 1943 in Salzburg geboren, lebt in Wien und im Sommer am Dachstein als Senner. Seine Betätigungsfelder – Radio, Theater, Schrift im öffentlichen Raum, Text-Musik-Performances, Essays zur bildenden Kunst, Fotos, Film, Ausstellungen und die Almwirtschaft – zeigen seine Vielseitigkeit, die er in Goldegg immer wieder unter Beweis stellte. 
Lassen wir uns überraschen, wie er seinen Auftritt in Goldegg diesmal gestaltet.

„Zwischenstation“ – bis 12. August 

(Fr, Sa, So 15 bis 18 Uhr und auf Anfrage)

Genre:

Kultur

Eintritt:

frei