AUSSTELLUNG

"Ines & friends"

Beginn:

Freitag, 17.07.2009 | 19:00

Ende:

bis Sonntag, 16.08.2009 | 18:00

AUSSTELLUNG

Ines Höllwarth & Josef Baier, Helmut Bruch,  Alois Lindenbauer,
Josef Linschinger und Meina Schellander

Malerei und Zeichnung, Installation und Objekt, Farbe, Geste, Faistauer-Preis 1976, Raum und Licht, Kunst im öffentlichen Raum und angewandte Kunst, Kunstvermittlung, Fachbeirat, Wanderausstellungen und Goldegger Dialoge: Schlagworte, die Ines Höllwarth mehr oder weniger beschreiben. Anlässlich ihres 70. Geburtstags präsentiert sie der Kulturverein Schloss Goldegg als Künstlerin (Malerei, Zeichnung, Licht & Objekt), als Kunstvermittlerin und Bindeglied zu anderen Künstlern.
Mit Goldegg ist Ines Höllwarth über die Goldegger Dialoge verbunden, für die sie von 1986 bis 2001 Ausstellungen, mitunter begleitet von Workshops für Schulen, kuratierte. Wir verdanken ihr eine Fülle von Begegnungen, aus denen sich wieder Goldegg-Freundschaften entwickeln konnten: „Ines & Friends“ ist ein Ausstellungsprojekt mit fünf Künstlerfreunden, die auf die Rolle von Ines Höllwarth als Schalt- und Scharnierstelle hinweisen.

Als ich Ines Höllwarth Mitte der 80er Jahre kennen lernte, war sie immer in Begleitung eines starken und verlässlichen Partners: ein Chevrolet mit 8-Zylinder-Motor, 200 PS, ordentlichem Bezinverbrauch, kantig, voluminös und robust. Eigenschaften, die ohne Zweifel auch auf sie zutreffen. Man mag ihr manches vorwerfen – wie im übrigen jedem von uns, nicht jedoch Schwäche, Inkonsequenz oder Unzuverlässigkeit. Und heute noch ist sie voller Einsatzfreude, Tatendrang und Elan, wenn es darum geht, Ideen in Bilder umzusetzen oder Räume durch den gezielten Einsatz von Lichtquellen zu verwandeln.                    

Heinz Kaiser

„Meine gesamte künstlerische Entwicklung ist von der gleichzeitigen Konfrontation mit der zeitgenössischen Kunst geprägt. Ich lehnte es ab, ein großes Vorbild für mich zu haben oder einem Guru zu folgen, dafür war ich an allen Strömungen interessiert und griff in den bewegten Zeiten des Wiener Aktionismus viele Anregungen auf, die mich faszinierten. So prägte mich in dieser Zeit mehr die utopische Strömung der Wiener Architekturszene als die akademische Haltung der Meisterschulen. COOP Himmelblau und die Hausrucker vermittelten mir ein besonderes Lebensgefühl und weckten Ideen zur zweiten und dritten Haut des Menschen. Damit war auch mein Interesse an angewandter Kunst in eine bestimmte Richtung gelenkt. Design und Produktgestaltung wurden zu einem faszinierendem Seitenzweig, der mir die Möglichkeit gab, meine angewandten, handwerklichen Fähigkeiten einzusetzen als auch meinem Lebensgefühl Ausdruck zu verleihen. Design beinhaltet den Umgang mit der Umwelt, mit der Natur und den Menschen mit Blickrichtung in die Zukunft. Deshalb hat mich auch der Ausspruch `Design oder Nichtsein’ so begeistert.
Wie in vielen anderen Bereichen gehen die Ideen von Einzelpersönlichkeiten aus, die Umsetzung und Verwirklichung aber beruhen immer auf Zusammenarbeit und Verantwortung übernehmen für die Gesellschaft.“

Ausstellungseröffnung am Freitag, 17. Juli, mit Bodo Hell (Text) und Fritz Moßhammer (Musik)

Finissage: Sonntag, 16. August, 19 Uhr
 
„Ines & Friends“ ist bis 16. August (Fr, Sa, So von 15 – 18 Uhr sowie nach
telefonischer Anmeldung) zu sehen; Führungen auf Anfrage


Genre:

Kultur