AUSSTELLUNG - Eröffnung

Franz BERGMÜLLER & Gunda GRUBER „Geordnete Verhältnisse“

Beginn:

Samstag, 15.11.2014 | 19:00

Ende:

bis Samstag, 29.11.2014 | 18:00

AUSSTELLUNG - Eröffnung

Die gesellschaftliche Leitidee des 20. Jahrhunderts lautete: werde vital und sei aktiv, verwirkliche dich. Nun, im 21. Jahrhundert gelandet, attestieren die Soziologen und Psychologen der Gesellschaft einerseits Überhitztheit und Hysterie, andererseits Erschöpfung, Überforderung und Verwirrung. Man scheint dem neuen Leben, unserer Zeit, nicht mehr gewachsen. 

Was könnte uns retten: Einschränkung, Selbstbeschränkung, Mehr von Weniger? Oder würde es reichen, Ordnung zu schaffen, um dann, im Überblick, die richtigen und zukünftigen Schritte zu tätigen? 

Künstler gelten als die Seismografen der Gesellschaft. Mit ihrer Arbeit reagieren sie auf Stimmungen und Tendenzen und denken mit ihren Mitteln darüber nach, was sie an- und aufregt. Mit den ihnen zur Verfügung stehenden bildgebenden Mitteln und Medien schaffen sie jene vieldeutigen Symbole, Metaphern und Situationen, die wiederum uns, die Betrachter, zum Nachdenken bringen sollten. 


„Geordnete Verhältnisse" von Franz Bergmüller und Gunda Gruber ist mehr eine Installation als eine Ausstellung, in der es um Kategorien der Ordnung geht: um Normierung, Schablonisierung, Optimierung und Unterordnung einerseits, andererseits um die Sichtbarmachung von Verhaltensweisen und Prozessen, die in unserer Gesellschaft und im Umgang mit  Natur und Mensch scheinbar zur Regel, zum Ziel und zu Denkmustern geworden sind. 


In der Arbeit von Franz Bergmüller steht der Mensch (das Individuum) im Zentrum. Ironie ist ein wesentliches Stilmittel, die Fotografie ein wichtiges Medium. Bergmüller manipuliert sein Bildmaterial, arbeitet mit dem Prinzip der Montage und versetzt Bildteile durch eingebaute Motoren in Bewegung. 

„Natur" ist das entscheidende Stichwort für die mitunter raumgreifenden Arbeiten von Gunda Gruber. Ausgehend von elementaren Versatzstücken aus der Natur, die sie monumental vergrößert, geometrisiert und stark vereinfacht, schafft sie neue Formen, die „wie absurde Hybride zwischen organisch gewachsenem und künstlich hergestelltem Material" changieren. Ihre schematisierten und manipulierten Kunststücke erinnern an die Natur-Vorbilder – und doch überwiegt der Eindruck des Fremden und Unbekannten.    Heinz Kaiser


Anlässlich der Eröffnung am 15. November spricht
Katja Mittendorfer-Oppolzer (Museum der Moderne, Salzburg). 


Samstag, 29. November, 18 Uhr – Finissage

Die musikalische Damenrunde mit dem bedeutungsschwangeren Namen „Psyschwestern" bekennt sich in ihrer Musikperformance mit großer Lust zum musikalischen Dilettantismus, Leidenschaft und Spaß sind ihre Leitvokabel. Lassen Sie sich überraschen!

Die „Psyschwestern" sind: Isabella Heigl (Tenorhorn, Gitarre, Gesang), Katrin Huber (Gesang), Sigrid Langrehr (Geige), Gunda Gruber (Akkordeon) 

   

„Geordnete Verhältnisse" - bis 29. November (Fr, Sa, So 15 – 18 Uhr
sowie nach telefonischer Anmeldung) zu besichtigen

Genre:

Kultur

Eintritt: