Sprache der Seele -

Über Poesie – und warum wir ohne sie nicht leben können

Beginn:

Sonntag, 30.06.2019 | 18:00

Ende:

bis Dienstag, 02.07.2019 | 12:00

Sprache der Seele -

Platon nannte sie einen „Heiligen Wahnsinn“, Hölderlin hielt sie für das gefährlichste aber auch „unschuldigste aller Geschäfte“, Heidegger meinte, in ihr vollziehe sich die „Stiftung des Seins“: Die meisten unserer Philosophen haben sich vor der Dichtung verbeugt und sie als eigentlichen Quell und Ursprung des Denkens gefeiert. 

Heute hingegen ist die Poesie zu einer Randerscheinung geworden, die wohl von manchen Liebhabern geschätzt oder als Unterhaltung in Poetry-Slam eine neue Lebensform gefunden hat, von deren lebenspendendem Mysterium und ihrer kultur­prägenden Kraft wir aber fast nichts mehr ahnen. Das ist schade, denn es ist die Dichtung, die die Seele eines Menschen erblühen lässt: die Verdichtung der Welt zur Sprache ebenso wie die Verdichtung des eigenen Lebens zu einer sinnvollen Gestalt.

Es tut Not, die Dichtung in unser Leben zu lassen, denn ohne sie können wir wohl unsere Zeit totschlagen, Erfüllung aber finden wir nicht.

Sie philosophieren mit Christoph Quarch über die Poesie und lernen das Wesen der Dichtung als Verdichtung des Seins mit Hilfe der Sprache kennen.


Seminarleiter: Dr. Christoph Quarch, Fulda
Geboren 1964 in Düsseldorf, ist  Philosoph, Bestsellerautor, Redner, Denkbegleiter und Sinnstifter für Unternehmen. Er veranstaltet Philosophiereisen (siehe auch ZEIT-Reisen) und lehrt an verschiedenen Hochschulen.  Autor zahlreicher Bücher, zuletzt: „Platon und die Folgen“ (Metzler 2018) und „Nicht denken ist auch keine Lösung“ (GU 2018).   www.christophquarch.de

Genre:

Seminar

Seminarbeitrag:

€ 235,- 

Vortrag: Dienstag, 2. Juli, 20 Uhr – Schloss Goldegg
„Lob der Grenze: Warum wir das Maß des Lebens achten sollen“ 

freier Eintritt für Seminarteilnehmer!